
"Lechnerhaus" - ein ziemlich verwunschener Prinz
Das nach einem Vorbesitzer benannte "Lechnerhaus" wurde bereits in der Vergangenheit kontrovers diskutiert. "Abreißen" war dabei eine durchaus realistische Option, die von vielen in Rieneck geäußert wurde. Das ist verständlich, denn das Bild links zeigt nicht den aktuellen optischen Stand dieses Gebäudes.
Wenn du etwas runterscrollst, siehst du das Gebäude in seiner "Blütezeit der Hässlichkeit". Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass sich unter dieser Fassade, die am ehesten dem Frosch in einem Grimm'schen Märchen entsprechen würde, ein zauberhafter Prinz verbirgt, der nur wachgeküsst werden möchte.
Die Darstellung links zeigt schon recht genau auf, wie das Haus einmal aussehen wird, denn das Fachwerk ist genau in der gezeigten Form angelegt und das Gebäude steht auf dem ebenfalls erkennbaren Sandsteinsockel. Was man seit den bereits stattgefundenen Voruntersuchungen weiß: Das Gebälk des Gebäudes stammt aus der Zeit des 30-jährigen Krieges, das Gebäudealter kann also gesichert auf mindestens das 17. Jahrhundert datiert werden.
Projektsteckbrief
- Projekt: "Sanierung Schulgasse 9"
- Beginn: 2026 (Voruntersuchung und Nutzungsstudie sind erfolgt)
- Projektziele: Erhalt historischer Bausubstanz,
möglicherweise Umzug der Bücherei in das Gebäude sowie Schaffung von Multifunktionsräumen - Architektur: Wiener+Wolff, 97753 Karlstadt (Voruntersuchung und Nutzungsstudie)
Ein Rundgang durchs Haus mit ersten Informationen
Begleitet uns durch dieses besondere Objekt und erfahrt, wie in historischen Gemäuern Wohnraum entsteht!








